Kirchenführung im Rundgang

Das Bild zeigt den Mittelgang im Kirchenschiff mit Blick zum Chor

Innenansicht der Höfinger Kirche mit Blick auf den Chor

Das Gotteshaus nach dem Umbau 1931

 

Auf einem Rundgang in der Kirche vom Chor aus finden wir nördlich des Chores die Sakristei, südlich des Chores einen Ausgang. Dort endet später der Rundgang.

Das sehr alte Kruzifix hing früher im Chorbogen und wurde beim Umbau an dem schlichten Holzkreuz angebracht. Davor steht ein schöner Altar und wenig weiter im Kirchenschiff ein Taufstein. Beide sind Werke des Bildhauers Fritz von Graevenitz (1931).

1772 erstellte der Orgelbaumeister Weigle aus Echterdingen unsere erste Orgel auf die damalige Empore im Chor. 1893 wurde diese ersetzt durch eine neue aus der gleichen Werkstatt - jedoch auf dem Fußboden des Chores. 1974 erhielt unsere Kirche die dritte Orgel, die aber an der Stelle der ehemaligen Kanzel aufgestellt wurde.

Dadurch wurde der Blick frei auf die schönen Fenster im Chor, welche nach den Entwürfen des Stuttgarter Künstlers Walter Kohler geschaffen wurden. Die ehemals von der Orgel verdeckten Fensterteile waren nicht farbig. Der Stuttgarter Kunstmaler Wolf-Dieter Kohler (Sohn des obigen) hat in der Art seines Vaters diese Fenster 1982 ergänzt. Die Fenster zeigen Schöpfung, Sündenfall, Vertreibung, Noah, Regenbogen (Zeichen für Gottes Bund), Abraham, Moses / Jesu Auferstehung, Wunder und Gleichnisse / Himmlisches Jerusalem und Abendmahl.

Beidseitig der Tür zur Sakristei befinden sich links die Grabplatte der "Edel Jungfräulein Ursula Amalia, Truchsessin von Hefinge", die im Alter von 5 Wochen und 1 Tag im Jahre 1582 starb, rechts eine Grabplatte mit dem Hinweis auf Psalm 8,5 "Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst" für ein unbekanntes Kind der Truchsessen.

Die "Truchsessen von Höfingen" waren als hohe Beamte von 969 bis 1739 im Dienste Württembergs maßgeblich in der Politik tätig und bewohnten das Höfinger Schloss. Bei den Arbeiten in der Kirche fand man im Boden ihre Gräber. Die Gräber hat man belassen. Zwei Grabplatten sind in der Kirche an den Wänden zu sehen. (s. o.)

Romanischer Taufstein mit gotischem Ornament

Der alte Taufstein, 11. Jahrhundert

Die Kassettendecke schmücken die vier Evangelisten. An der Empore hängt eine Tafel mit der Kirchengeschichte. An der Westwand stehen auf zwei anderen die Namen der 28 Pfarrer dieser Gemeinde seit 1558.

 

Im Ausgang unter dem Turm sind von der 1931 eingestürzten Chordecke zwei Schluss-Steine eingemauert: Rosette und Agnus Dei (Lamm Gottes).

 

Auf dem Rückweg finden wir im Kirchsaal die Ölbilder des Johann Sebastian König (1678) mit biblischen Themen: u. a. Turmbau zu Babel, Opferung des Isaak, Jakobsleiter, Ägypter im Roten Meer, Simsons Kampf mit dem Löwen, Anbetung der Könige, Flucht nach Ägypten, Jesu Taufe, Abendmahl und Kreuzigung.

 

Im Kirchenschiff finden wir über dem Ostausgang das Epitaph des Christoph Friedrich Truchsess (1656 - 1702), des großen Förderers unserer Kirche.

 

Der Rundgang endet im Vorraum des Ausganges südlich des Chores. Hier steht ein wertvoller romanischer Taufstein (11. Jahrhundert).

 

Hans-Joachim Daeneke


in "Kleiner Führer durch die Laurentiuskirche in Leonberg-Höfingen"

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